Neuheit! Sensation! Der erste Gastbeitrag im undtschuess-Blog

19 08 2010

Da das Abenteuer „FCL im Europacup“ wie erwartet nach zwei Spielen ein Ende fand, konnte die letzte Reise bereits am Donnerstagabend in Angriff genommen werden. Unter dem Motto „Kultur und Fussball“ führt uns die Reise per Zug nach Osteuropa. Richtig, uns. Für diese drei Wochen sollten mich Kurt* und Lutz* (*Namen aus Persönlichkeitsschutz geändert) begleiten. Sollten. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Da Lutz wichtige schreiberische Aktivitäten zu erledigen hatte, wurde die erste Teilstrecke (Zürich-Wien-Brno-Trencin-Graz) zu zweit bereist. In Graz, wo das Hammerspiel Sturm Graz – Rapid Wien auf dem Programm stand, sollte Lutz zu uns stossen und Kurt musste leider kurzfristig für einen Zwischenstopp nach Hause. Da Lutz mit der Pünktlichkeit bekanntermassen auf dem Kriegsfuss steht (wer verpasst schon ZWEIMAL einen Zug innert 12 Stunden?), suchten wir in Graz vergebens nach ihm und als Dank durfte ich nach dem Spiel auch noch alleine zurück nach Wien reisen, da für ihn keine Verbindung nach Graz mehr bestand. Toller Auftakt. Als Folge dieses DFP (doppelten Faux-Pas, steht wahlweise auch für „dummer Follpfosten“), brummte ich dem Herrn Lutz eine Strafe von mindestens einem Blogeintrag auf. Here we go:

Gut, Dummheit soll ja bestraft werden. Deshalb habe ich das Spiel in Graz halt verpasst. Zu meiner Entschuldigung aber eine kurze Schilderung der Vorkomnisse zwischen Samstag, 07. August, 07.00 Uhr und Sonntag 12.29 Uhr: Vor der Reise musste noch Vieles erledigt werden und da war noch dieses Fussballturnier in Littau. Naja, viel Sonne, viel Fussball, viele Getränke, ein geschwollener Fuss und ein Schlüssel, der nicht zum Schliessfach passte, liessen mich den ersten Zug am Samstagabend in Luzern verpassen. Recherchen ergaben, dass die nächste Verbindung erst am Sonntag um 06.36 Uhr ab Giswil bestand. Genug Zeit fürs Töff Treff, zu wenig Zeit zum Schlafen. Danke Mama fürs Wecken um 09.00 Uhr. Ich nahm dann den Zug um 12.29 Uhr, der mich aber nur nach Wien brachte. So musste der Besitzer dieses Blogs von Graz wieder nach Wien, wo er auch das Hotel nicht auf Anhieb fand. Gute Stimmung ist anders.

Am Montagmorgen ging es dann via Budapest Kelenföld mit dem Zug nach Sarajevo. Die Reise dauerte geschlagene 15 Stunden. Der Abstecher nach Sarajevo hat sich aber definitiv gelohnt. Zum einen konnten wir auf der Zugfahrt die Landschaft geniessen, die neben vielen Hügeln auch wunderschöne Moscheen und Kirchen (ärnscht) beherbergt. Zum anderen war da die Hauptstadt Bosnien und Herzegowinas, die ja bekanntlich in den 90er Jahren schwere Zeiten durchmachen musste. Die Kriegszeit ist noch allgegenwärtig. Überall sieht man Häuser mit Einschlusslöchern oder solche, die schlicht noch nicht wieder aufgebaut oder renoviert wurden. Ansonsten war die Innenstadt genau nach unserem Geschmack. Kleine, enge Gassen mit traditionellen Häusern, vielen Cafés und Restaurants wechselten sich mit modernen und eher gehobenen Strassen ab. Die Mischung wirkte zuweilen ein wenig bizarr, wir fühlten uns aber zu jeder Zeit wohl. Auch bezüglich Sicherheit kann man sich in Sarajevo problemlos bewegen. Am Dienstagabend wurde dann noch das Länderspiel Bosnien und Herzegowina gegen Katar (1:1) besucht. Leider in unterschiedlichen Sektoren. Mehr dazu im Spielbericht (jaja, der folgt dann noch, Anm. der Redaktion).

Bereits am Mittwoch ging es weiter nach Belgrad. Unser Zug fuhr übrigens fünf Minuten früher als geplant. Pünktlichkeit auf bosnisch. Unterwegs lernten wir noch zwei Australier kennen, die während drei Monaten ganz Europa bereisen. Als wir in Strizivojna-Vrpolje (kult) umsteigen mussten, kam zu unserer Überraschung ein Zug mit SBB-Wagen angerollt. Die Augustausgabe vom „via“ wurde von Philipp intensiv studiert. Die serbische Hauptstadt Belgrad ist nicht gerade bekannt für seine Schönheit, so begnügten wir uns mit einer Nacht und dem Länderspiel Serbien gegen Griechenland (0:1). Am Donnerstag bestiegen wir den Nachtzug Richtung Bukarest. Schon mal über die alten Zentralbahnwagen geflucht? Reinster Luxus im Vergleich mit diesem Zug. Gefühlte 50 Grad, schmutziges Abteil, stinkige Gänge, enormer Lärm und einfach alt und heruntergekommen. Laut Philipp einfach grusig. Dazu noch die üblen Gestalten, die im Nachbarabteil mitten in der Nacht mit Bohrer, Hammer und Klebeband irgendwelche komischen Sachen machten. Von Bukarest ging es dann direkt weiter nach Brasov, eine kleine, deutschgeprägte Stadt, die sich auch Kronstadt nennt. Brasov liegt im Herzen Rumäniens und ist die bekannteste Stadt Transsilvaniens. Dracula haben wir nicht gesehen, dafür eine wunderschöne Altstadt und eine herrliche Aussicht von einem nahegelegenen Hügel. Brasov nennt sich auch „probably the best city in the world“ als Anlehnung als einen Bierwerbespruch und hat so ein Teil auf dem Hügel analog zum Hollywood-Schriftzug. Eine Nacht schlief Philipp am Boden. Nach zwei Tagen und vergleichsweise kleiner Verspätung (2 Stunden) erreichten wir am Sonntagnachmittag die rumänische Hauptstadt Bukarest, wo wir als erstes das Stadt-Derby zwischen Dinamo und Rapid (3:2) besuchten. Nettes Spiel. Der Montag stand dann im Zeichen von Sightseeing. Da es hier fast nichts zu sehen gibt, beschränkten wir uns auf ein gutes Essen in der Innenstadt und einen kleinen Spaziergang. Am Abend dann noch das Spiel Steaua gegen Victoria Branesti (2:1). Dank dem tollen Ticketsystem wurden leider nicht alle Tore gesehen. Dafür entschädigte uns der Taxifahrer nach dem Spiel mit einer Fahrt rund um den Parlamentspalast, den der ehemalige Diktator Nicolae Ceausescu in den 1980er errichten liess. Das zweitgrösste Gebäude der Welt, nach dem US-Pentagon, ist einfach gigantisch und im Scheinwerferlicht atemberaubend. Philipp schläft heute im Bett, morgen Dienstag gehts mit dem Flugzeug nach Istanbul.



Hektik und Ruhe

5 08 2010

Nach der kurzen Zeit in Singapur ging es für mich am Freitag Morgen bereits weiter in mein nächstes Land. Das Ziel hiess Preah Réachéanachâkr Kâmpuchéa, zu deutsch Königreich Kambodscha. Für Touristen sind vor allem die riesigen Tempelanlagen in der Region Angkor im Norden des Landes von Bedeutung. Mit Angkor Wat steht dort auch die grösste Tempelanlage der Welt. Lange habe ich mir überlegt, ob ich diese Tempel ebenfalls besichtigen soll, habe mich schlussendlich aber dafür entschieden, meine Zeit in Kambodscha für die Hauptstadt Phnom Penh zu nutzen.

Phnom Penh ist mehr als zwei Millionen Einwohner die mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Bereits bei der kurzen Fahrt vom Flughafen zum Hotel gewann ich erste Eindrücke vom turbulenten Leben in der Stadt. Vor allem ausserhalb des Stadtzentrums wurde mir hier auch schon das erste Mal die Armut vor Augen geführt. Kambodscha ist eines der zehn asiatischen Länder, welches zu den sogenannten Viert-Welt-Ländern gezählt wird.

Im Hotel angekommen war von alledem nichts mehr zu spüren. Obwohl in einer nicht ganz angenehmen Ecke gelegen, war das Hotel Luxus pur und die Angestellten waren so freundlich, dass die mürrischen Hotelangestellten von Singapur gleich wieder vergessen waren. Sogar das Internet im Zimmer funktionierte ohne Bedenken, was wichtig war, da die Auslosung des Jahrhunderts an diesem Tag stattfinden würde. Aufgrund dieser Auslosung und der allgemeinen Müdigkeit (Tagwache morgens um fünf) wurde das Hotelzimmer nur noch zwecks Nahrungsaufnahme verlassen.

Am zweiten Tag folgte dann eine erste Erkundung des Stadtzentrums, welches sich am Ufer des Tonle Sap entlangzieht. Bei den vielen französischen Cafés und Restaurants merkt man schnell, dass Kambodscha eine Geschichte als französische Kolonie aufweisen kann. Ansonsten fiel vor allem die grosse Hektik sowie der Verkehr auf. Schätzungen zufolge gibt es in der Stadt Phnom Penh gegen eine Million Mofas und Motorräder und die scheinen alle gleichzeitig auf den Strassen zu sein. Hektischer gehts nicht mehr. Ich hielt mich da als Fortbewegungsmittel lieber ans Tuk-Tuk, einer Art Motorrad mit einem Anhänger, welcher mit Sitzbänken ausgestattet ist und so Personen befördern kann. Diese Tuk-Tuks dienen in Phnom Penh als Taxis und für 1-2 USD kann man sich an jeden beliebigen Punkt befördern lassen. Dies ist zwar die teurere, aber weitaus die gemütlichere Variante als die ebenfalls zahlreich vorhandenen Motorradtaxis. Kaum sitzt man hinten auf der 125ccm-Maschine (natürlich ohne Helm) schlängelt sich der Fahrer durch den Verkehr als gäbe es kein Morgen. Mir war also auch schon wohler.

Nachdem man den Sonntag eher gemütlich verbrachte und auch mal den Swimming-Pool im Hotel testete, war der letzte Tag noch einmal für Sightseeing reserviert. Nach einem langen Frühstück am üppigen Buffet, mietete ich mir einen Tuk-Tuk-Fahrer, welcher mich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit brachte. Leider war der imposante Königspalast über die Mittagszeit geschlossen und ich ärgerte mich, dass ich mich nicht früher aus dem Bett zwingen konnte. Zum Abschluss stand dann das traurige Highlight, der Besuch des Tuol-Sleng-Museums, auf dem Programm. Dieses Museum erinnert an die dunkelsten Jahre der kambodschanischen Geschichte, welche erst drei Jahrzehnte zurückliegen. Während der Jahre 1975-1978 war in Kambodscha die kommunistische Guerillabewegung „Khmer Rouge“ an der Macht. Deren Ziel war die Errichtung eines kommunistischen Bauernstaates und die Ausrottung aller Städte. Die Einwohner von Phnom Penh wurden aufs Land deportiert und binnen weniger Wochen sank die Bevölkerung von Phnom Penh von 2 Millionen auf 20’000 Einwohner. Da Religionen verboten wurden, mussten auch Kirchen, Moscheen sowie buddhistische Klöster zerstört werden. Menschen der gehobeneren Klasse waren nicht erwünscht, wer gemäss dem Regime dazu gehörte, wurde umgebracht. In den vier Jahren fanden total gegen zwei Millionen Menschen den Tod in Kambodscha – eine unglaubliche Zahl. Das von mir besuchte Museum war das einst grösste „Gefängnis“ zu Khmer-Rouge-Zeiten und zeigt heute noch die Fotos von Hunderten Gefangenen, einige lebendig, andere leider nicht mehr.

Nach diesem Schock zum Abschluss ging es zum Flughafen, von wo mich die Maschine der Vietnam Airlines in die nächste asiatische Hauptstadt beförderte, nach Vientiane in der Demokratischen Volksrepublik Laos. Nach der Ankunft gleich der nächste Schock. Wie bereits in Kambodscha wollte ich bei der Ankunft beim Flughafen gleich ein Visum erwerben, was eigentlich problemlos möglich sein sollte. Da ich im Einreiseformulare ausfüllen inzwischen ziemlich erprobt war, befand ich mich als Erster bei der „visa on arrival“-Stelle. Mein Antrag wurde kurz  begutachtet, um mir dann mitzuteilen, dass man mir kein Visum ausstellen könne. Auf genauere Nachfrage hiess es, dass man Schweizern kein Visum ausstellen könne. Das war so ziemlich das Dümmste, was mir passieren konnte. Nach meinen fragenden Blicken (die Englisch-Kommunikation funktionierte nicht so ganz), meinte der Zöllner nur, dass ich nun endlich zur Passkontrolle weitergehen solle. Nun habe auch ich verstanden: Klein Philipp braucht gar kein Visum für Laos. Umso besser, 35 US-Dollar gespart und ein grosses Aufschnaufen.

Vientiane war eigentlich das pure Gegenteil von Phnom Penh. Klein, gemütlich, ruhig und äusserst wenig Verkehr. Genau richtig zum Abschalten. Ursprünglich wollte ich noch einen oder zwei Tagesausflüge ins Umland unternehmen. Da es aber die meiste Zeit richtig stark regnete und ich dafür nicht ganz richtig ausgerüstet war, verzichtete ich schlussendlich auf Wasserfälle und Elefantencamps. Irgendwie schade, aber ich mochte es einfach, in Vientiane von Café zu Café zu schlendern, Zeitung zu lesen, Tempel anzuschauen und auszuruhen. Auch Laos gehört wie Kambodscha zu den ärmsten Ländern in Asien, nur ist dies in der Hauptstadt überhaupt nicht zu spüren. Im Zentrum tummeln sich vor allem die reicheren Laoten sowie Touristen auf der Durchreise und trotzdem ist das Ganze irgendwie authentisch. Die Ruhe war das pure Gegenteil von Phnom Penh. Mir gefiel es jedenfalls so sehr, dass ich meine Abreise nach Thailand um einen Tag nach hinten schob.

Die Weiterreise erfolgte dann mit dem Zug mit einer ziemlich spektakulären Reiseroute. Von Vientiane ging es zuerst per Kleinbus (wir quetschten uns zu sechst vorne rein) an den nächst gelegenen Bahnhof, wo alle Formalitäten auf laotischer Seite erledigt wurden. Nach mehr als einer Stunde Wartezeit ging es mit dem wohl lautesten Zug, den es gibt, über die „Freundschaftsbrücke“, welche eigentlich für den Strassenverkehr gedacht ist, aber jeweils für diesen gesperrt wird, wenn ein Zug die Brücke überqueren muss, ins 10 Fahrminuten entfernte Nong Khai auf der thailändischen Seite der Brücke. Dort wurden die thailändischen Formalitäten erledigt und das Bett im 1.-Klass-Schlafabteil bezogen. Nach einer weiteren Stunde Wartezeit fuhr dann der Zug los Richtung Bangkok. Erfreulicherweise gesellte sich niemand sonst zu mir ins Abteil und ich hatte das 2er-Abteil die ganze Nacht für mich allein.

In Bangkok angekommen, musste ich mir zuerst einen Weg durch die Menge wartender Taxifahrer bahnen. Irgendeiner schaffte es dann doch, mich zu überreden, dass er mich zu meinem Hotel bringen dürfe. Für umgerechnet 5 Franken – wohl ein Mehrfaches des normalen Preises – sagte ich zu. Bei seinen Kollegen angekommen, zwinkerte er mir zu und sagte, ich solle einfach mitspielen. Mitspielen bei was? In viel lauterem Ton sagte er dann:  „Also, Adresse xy, ja, ok, 30 Franken!“ Die anderen Taxifahrer schauten verdutzt und schüttelten den Kopf. Er fuhr mit seinem Tuk-Tuk (eigentlich dachte ich, er hätte ein normales Taxi) los und lachte sich die Seele aus dem Leib. Nach 50 Metern schon der erste Stopp und ich musste ihm nochmals die Adresse zeigen, damit er jemanden fragen konnte, wo er hin muss. Erneut sagte er sehr laut, dass die Fahrt 30 Franken koste und liess einen kopfschüttelnden Taxikollegen zurück. Nach dem vierten Mal nach dem Weg fragen, wusste er anscheinend wohin und die wohl halsbrecherischste Fahrt seit Chisinau hatte begonnen. Voller Angst klammerte ich mich an die seitlichen Lehnen, währenddem der Fahrer die Fahrt sichtlich genoss. Ein Erlebnis der Sonderklasse. Schlussendlich war ich froh, heil angekommen zu sein und dass ich lediglich die fünf Franken zahlen musste. Insgeheim dachte ich, dass der Typ mich irgendwie abzocken will. Nix wars. Vorerst. Als nächstes hatte ich nämlich nach der 12-Stunden-Nachtzug-Fahrt ziemlichen Hunger. In meinem Hotel gab es jedoch nur Mittagsmenüs, welche aber für umgerechnet 4-6 Franken äusserst billig waren. Wohlgemerkt in einem *****-Hotel. Da es erst acht uhr morgens war, wollte ich jedoch lieber ein Frühstück. An der Reception nachgefragt teilte man mir mit, dass es gleich vis-a-vis ein anderes *****-Hotel gäbe, welches auch für Nicht-Gäste Frühstück anbieten würde. Ich begab mich dorthin und stand kurze Zeit später am wohl reichhaltigsten Frühstücksbuffet, welches ich je gesehen habe. Schnell gezählt kam ich auf 75 verschiedene Speisen, von denen ich ca. die Hälfte trotz englischer Beschriftung nicht zuordnen konnte. Zu meinem Entsetzen fehlte auch noch der gebratene Speck. Dieses Entsetzen wich jedoch als ich den abgesonderten Schweinefleisch-Ecken entdeckte. Einiges besser als diese hässliche chinesische Entenwurst, welche ich bereits auf den Teller geladen hatte. Ich erfreute mich an diesem herrlichen Buffet und die Inhaber erfreuten sich wohl an diesem dämlichen Gast aus Westeuropa, welcher sich nicht nach dem Preis erkundigt hatte. Knapp 30 Franken kostete der Spass. Nicht, dass dies viel wäre für ein Frühstücksbuffet, aber wenn man den Preis als „5-10 durchschnittliche Mittagessen“ bezeichnet, na dann ist es nicht mehr billig.

Der Ärger währte kurz, was soll’s? Der Rest des Tages wurde dann mit Fussball verbracht, ehe ich mich am Montag, meinem letzten Tag in Südostasien nochmals ins Zentrum von Bangkok begab. Ziel war ein grosses Einkaufszentrum, welches aber anscheinend bei den politischen Unruhen vor einigen Monaten ziemlich heftig zerstört wurde. Darum war das Zentrum leider geschlossen. Zum Abschluss besichtigte ich noch einen der grössten Tempel Thailands, den Wat Phra Chettuphon Wimon Mangkhalaram Ratchawhoramahawihan (kein Gewähr für fehlerlose Schreibweise). Dort befindet sich auch die grösste liegende Buddha-Statue der Welt mit einer Länge von 46 Metern und einer Höhe von 15 Metern. Ein netter Abschluss für meinen Kurztrip.

Schlussendlich war es schade, dass ich in Bangkok nur so wenig Zeit zur Verfügung hatte. Denn der erste Eindruck der Stadt war gewaltig und um einiges positiver als erwartet. Aber da ich wusste, was mich daheim erwartet, fiel der Abschied dann doch nicht ganz so schwer. Umso mehr, als ich die Titelseite der Zeitung betrachtete, welche ich im Flugzeug erhielt. Vor dem Café, welches ich neben dem geschlossenen Einkaufszentrum besuchte, hatte es am Vortag einen tödlichen Bombenanschlag gegeben. Zum Glück war ich heute dort…