Die Niederlaender-Trilogie

18 01 2010

Neuseeland – Das „Herr-der-Ringe“-Land. Da ich mir nie die Zeit nahm, diese Trilogie anzuschauen, kenne ich all diese bekannten Orte, von welchen wir inzwischen schon den ein oder anderen besichtigt haben, leider nicht aus dem Fernsehen. Nix mit Herr-der-Ringe-Trilogie, dafuer standen die letzten Tage ganz im Zeichen der Niederlaender-Trilogie. Angefangen hat alles an diesem fruehen Donnerstag Morgen (Tagwache 5 Uhr), an einem Tag also, welcher gemaess Voraussagen den ganzen Tag nichts als Regen bringen sollte. Ausgerechnet an diesem Tag jedoch stand unser Highlight der neuseelaendischen Nordinsel auf dem Programm, der Tongariro Alpine Crossing. Diese Wanderung durch vulkanisches Gebirge, begleitet von wunderbaren Bergseen fand schlussendlich bei wunderschoenem Wetter statt und trotz Hoehen von knapp 2000 Meter ueber Meer, waren auch die kurzen Hosen kein Problem. Dank Abmarsch morgens um 7 Uhr, war dieser Wandertag bereits um 14 Uhr wieder beendet und eigentlich haette man sich am „Ziel“ wunderschoen ausruhen koennen, waere da nicht eine niederlaendische Reisegruppe gewesen, welche mir sozusagen mein Bett klaute. Teil 1.

Nachdem also der Donnerstag gaenzlich in der freien Natur verbracht wurde, stand am Freitag eine lange Etappe mit dem Auto auf dem Programm. Das Ziel der Reise hiess Wellington, die letzte Station auf der Nordinsel. Dort angekommen erwartete uns nun die Rache des maorischen Wettergottes. Das geplante Fussballspiel – die Mannschaft Wellingtons spielt in der hoechsten australischen Liga mit – konnte zwar noch besucht werden, doch der anschliessend geplante Ausgang fiel buchstaeblich ins Wasser. Ein solches Sommergewitter mit gleichzeitigem Sturm habe ich selbst in der Schweiz noch nie erlebt und Temperaturen von 13 Grad (also 30 Grad kaelter als noch 1 Woche zuvor) sind auch nicht wirklich sommerlich. Da dachten wir nur allzuoft an die Worte von Rudi Carrell sel.: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Teil 2. Doch bis zu unserer Abreise am Sonntag aenderte sich nichts. So verkam der Samstag zum Musems-Tag, was nicht weiter schlimm war, da sich das mit Abstand groesste und auch interessanteste Musem Neuseelands in Wellington befindet. Freier Eintritt, geschuetzt vom Regen, vieles ueber die neuseelaendische Geschichte erfahren und Filme schauen, was will man eigentlich mehr?

Die Ueberfahrt auf die Suedinsel (3 Stunden Fahrt mit der Faehre) war fuer Sonntag angesetzt. Aufgrund der Wetterturbulenzen hatte das Schiff einerseits 2 Stunden Verspaetung, andererseits war die Ueberfahrt – zumindest der erste Teil – weit weniger gemuetlich als erhofft. Irgendwie schafften wir es aber auf die andere Seite, wo wir unseren „neuen“ Wagen entgegennahmen. Nix mehr 4’000 km. Nix mehr November 2009. „Neues“ Auto nennt sich Toyota Platz, hat umso weniger von dem, ist ziemlich alt und die 150’000 km merkt man ihm gut an. Die erste Etappe fuehrte uns nach Motueka, einem Staedtchen im Nordwesten der Suedinsel. Von hier aus wurde heute Montag ein Ausflug in den Abel Tasman National Park (benannt nach dem niederlaendischen Entdecker Abel Janszoon Tasman. Teil 3.) unternommen. Ein absoluter Knaller und ein weiteres Highlight der Reise.

Falls alles planmaessig verlaueft fahren wir morgen noch weiter Richtung Nordwesten (Farewell Spit), bevor es dann Richtung Sueden geht, wo die Gletscher der neuseelaendischen Alpen auf dem Programm stehen. Ich probiere die Interessierten auf dem Laufenden zu halten, auch wenn Internetverbindungen teilweise Mangelware sind und die Zeit in Neuseeland (in 12 Tagen gehts bereits zurueck nach Australien) knapp ist.



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2 Antworten zu “Die Niederlaender-Trilogie”

  • Dani sagt:

    Gibts in Wellington „U“-Diebe oder hat die Umbenennung einer Galerie holländischen Ursprung? Jedenfalls klingts spannend dank den Käsköppen, nicht minder spannend war natürlich das Zone 5-Jassturnier, wo Du eindeutig gefehlt hast. Weiterhin viel Spass Euch allen und gratuliere zu einem weiteren Länderpunkt, ihr LP-Hopper 😉

  • kiwi-jo sagt:

    top! klugscheiss-modus auch im blog. 🙂

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