Abschied nehmen x 2
25 01 2010Die Zeit vergeht schnell in Neuseeland. In 4 Tagen heisst es bereits wieder Abschied nehmen von diesem wunderbaren Land, welches landschaftlich einen grossartigen Kontrast zu Australien bildet. Zuvor hiess es jedoch bereits gestern Sonntag das erste Mal Abschied nehmen; naemlich von Lopper-Yilmaz-Paeddy und von Steve „im Huus“ Stoeckli. Da beide bereits diese Woche die Rueckreise von Australien in die Schweiz antreten, verabschiedeten sie sich vorzeitig von uns und machten sich auf Richtung Christchurch. Nun sind also Jonas Lutz und ich zu zweit unterwegs und weniger lustig wird es dabei bestimmt nicht werden.
Zuerst haben wir uns aber zu viert noch etwas vergnuegt. Den Tag nach dem Besuch des Abel Tasman National Parks verbrachten wir am Golden Bay und Wharariki Beach ganz im Nordwesten der Suedinsel. Einfach traumhaft (siehe letztes Foto des letzten Eintrages). Danach folgte eine lange Fahrt durch duenn besiedeltes Gebiet bevor wir bei unserer naechsten Station waren – dem Franz Josef Gletscher. Das Eis war zwar ganz schoen imposant, doch wage ich mal zu behaupten, dass es in der Schweiz einige schoenere Gletscher gibt. Die verwoehnten Schweizer immer. Von den Bergen ging es weiter zum Lake Wanaka, einem der vielen Seen in Neuseeland. Obwohl die Strecke knapp 300 km war, wohnten dazwischen wohl kaum 1000 Leute. Soviel zum Thema duenn besiedelt. Aufgrund des Wetters wurde die geplante Kajak-Tour leider nicht durchgefuehrt. Die letzten Tage zu viert verbrachten wir dann in der Adventure-Hauptstadt von Neuseeland, in Queenstown. Unglaublich was man dort alles machen kann. Nebst dem obligatorischen Minigolf (hab ich irgendwo „Adventure“ geschrieben?), stand z.B. auch Luge fahren auf dem Programm. Und dann? Bungee-Jumping, Jetboat fahren, Skydiven? Nee. Am Abend ging es (zumindest fuer drei von uns) gemuetlich zum Tee trinken. Morgens um vier noch ein Cordon-Bleu reinspachteln und Queenstown waere auch abgehakt.
Gestern also haben die beiden Nicht-Obwaldner ihr neues Mietauto abgeholt, welches sie nach Christchurch bringen sollte. Angesichts der Tatsache, dass die Anzahl gefahrener Kilometer dieses Autos bei knapp 306000 liegt, koennte dies noch ein witziges Unterfangen werden. Wir wuenschen euch viel Glueck, Jungs. Seht’s mal positiv: Jegliche Retro-Freaks waeren froh heute noch ein Auto mit Kassettendeck auf dem Markt zu finden. Aber ja, eigentlich ist es ja fehl am Platz ueber alte Autos zu spotten, wenn das eigene Auto daheim den Abgastest nicht mehr besteht. Traurig, aber wahr.
Zurueck zum Thema, denn ein absolutes Highlight stand heute auf dem Programm. Milford Sound im Fiordland National Park. Milford Sound ist ein Fjord an der Westkueste Neuseelands, welches wir heute Morgen mit einem Boot befahren durften. Angeblich die meistbesuchte Touristenattraktion Neuseelands. Kein Wunder, denn die ganze Landschaft ist schlichtwegs weltklasse und da wir das frueheste aller Boote (frueh aufstehen ist im Fall gar nicht so schwer, auch montags nicht…) gebucht hatten, war ausser uns praktisch niemand auf See. Genial und bis jetzt wohl mein Highlight auf der Suedinsel. Nach dem Schifflifahren ging unsere Reise weiter nach Invercargill, der suedlichsten Stadt Neuseelands, wo wir uns jetzt befinden. Mal schauen, was diese Stadt zu bieten hat. Angeblich nicht allzu viel oder noch weniger…