Von historischen Momenten und modernen Vergnügungsparks
24 05 2010Nachdem man am letzten Nachmittag in New York noch den fast schon historischen Moment der FCL-Europacup-Qualifikation (ich MUSS es einfach nochmals erwähnen!) miterlebt hatte, mussten die Feierlichkeiten kurz gehalten werden, denn am selben Abend sollten wir noch per Bus nach Philadelphia weiterfahren. Dass unser Hotelportier selbst nach 30 Minuten noch nicht in der Lage war, uns ein Taxi zu der Abfahrtsstation zu organisieren, damit hatten wir natürlich nicht gerechnet; schon gar nicht in New York, der Stadt der Taxis. So war unsere Zeit plötzlich knapp und wir entschlossen uns, die Metro zu benutzen. Leider schafften wir es nicht mehr rechtzeitig zur Busstation, doch da es der Bus auch nicht rechtzeitig schaffte, fiel das Ganze nicht so sehr ins Gewicht.
Philadelphia, die Stadt der brüderlichen Liebe, ist wohl eine der wichtigsten Städte in der Geschichte der USA. In der damals zweitgrössten Stadt des britischen Imperiums (nach London) wurde 1776 die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten verkündet und elf Jahre später auch die Verfassung beschlossen. Um diese geschichtlichen Ereignisse dreht sich auch heute noch vieles in der Ex-Hauptstadt Philadelphia; dies bemerkte man spätestens auf der Stadtrundfahrt, welche man am ersten Tag unternahm. Der Name des berühmtesten Einwohner Philadelphias in diesem Zusammenhang, Benjamin Franklin, war allgegenwärtig und so liess man sich vom Benjamin-Franklin-Fieber anstecken und schaute sich die historischen Stätten an, welche so wichtig sind für die Geschichte dieses Landes. Zumindest ein paar. Vom Tourbus aus. Am selben Nachmittag ging’s noch zum Extrem-Shopping, zumindest war dies so vorgesehen. Die vier paar Schuhe, welche in der Endauswahl standen (gekauft worden wären höchstens drei davon – ehrlich!), waren in meiner Grösse jedoch alle nicht vorhanden. Schuhgrösse 40 ist wohl die Grösse, welche sich weder Männer noch Frauen wirklich wünschen. Der Frust, jedes Mal in die Kinderabteilung geschickt worden zu sein, wurde nach dem abendlichen Bowling-Sieg zumindest ein bisschen kleiner.
Der Samstag stand (nach langer Zeit) wieder mal ganz im Zeichen von König Fussball. Nachdem das spannende Spiel zwischen Philadelphia Union und dem Dallas FC vorbei war, hiess es aber bereits wieder Abschied nehmen von der netten Stadt in Pennsylvania und wiederum ging es per Bus weiter in die Landeshauptstadt Washington D.C. Die grösste Schande dabei war, dass es in den zwei Tagen in Philly nicht ein Mal für eines der legendären, fabulösen „Philly Cheese Steaks“ reichte. Zum Glück gibt es diese feine Speise auch im restlichen USA.
Washington D.C. wurde aufgrund mehrerer Verkehrsstaus erst mit einiger Verspätung erreicht und so reichte es an diesem Tag lediglich noch für einen Betttest. Der erste ganze Tag in Washington hatte es dann aber in sich. Nebst den wichtigen Sehenswürdigkeiten wie dem Weissen Haus (Anmerkung von André: Barack hat leider nicht geöffnet, als wir an der Türe klingelten) und dem Kapitol wurde auch dem National Museum of American History ein Besuch abgestattet und so ist man nun absolut up to date was in den letzten 250 Jahren auf der anderen Seite des Teiches so passierte. Gleichzeitig bemerkte man die Einzigartigkeit von Washington im Gegensatz zu anderen amerikanischen Städten. Da das Kapitol (der Sitz des Kongresses) allgemein als das wichtigste Gebäude der Stadt, sowie der gesamten USA, angesehen wird, entschied man sich, dass in Washington kein Gebäude höher sein darf als dieses. Dies ist bis heute so und darum sucht man vergeblich nach den für US-Städte so typischen Wolkenkratzern. Einzig der Turm des alten Postgebäudes und das Monument zu Ehren von George Washington, welche bereits vor diesem Beschluss gebaut wurden, übertreffen die Höhe des Kapitols.
Bei Regen und 15 Grad Celsius ging es am Dienstag dann in Richtung Süden. Von Baltimore, ca. eine Fahrstunde von Washington entfernt, flogen wir nach Orlando, Florida. Diese Strecke beinhaltete ein Umsteigen in Charlotte, North Carolina, und so fanden wir es nicht wirklich cool, als wir merkten, dass das Flugzeug nicht pünktlich abfliegen würde. Denn natürlich hatte man am selben Abend noch was vor. Als man dann endlich abflugbereit war, verkündete die Fluggesellschaft, dass das Flugzeug zu schwer sei (ja, wir haben oft Fast Food gegessen, aber konnten wir wirklich wissen, dass sich dies in diesem Masse negativ auswirken würde?) und zuerst mussten acht Freiwillige gefunden werden, welche das Flugzeug verliessen, um mit einer anderen Maschine nach Charlotte zu fliegen. Schlussendlich erwischte man das Flugzeug in Charlotte doch noch. Rückenwind sei dank.
In Orlando angekommen hatte man zuerst einen Temperaturschock. Nette 32 Grad erwarteten uns. Wir holten unser Mietauto ab und machten uns auf den Weg in das Quartier der Vergnügungsparks. Dort bezogen wir ein billiges Motel, verstauten unser Gepäck und fuhren auf direktem Wege zur Amway Arena, in welcher das zweite Finalspiel der Eastern Conference im Basketball stattfand. Die Magics aus Orlando unterlagen den Celtics aus Boston ganz knapp. Die Stimmung jedoch war grossartig und Florida gefiel uns bereits.
Eigentlich wollte man in zwei Tagen zwei der unzähligen Vergnügungsparks rund um Orlando besuchen, doch das Kind im Manne gewann Überhand und schlussendlich wurden es vier Parks in drei Tagen. Am ersten Tag gab ich dem ständigen quengeln des Tierlifreundes André nach und wir reisten ins SeaWorld. Die Shows waren das Eintrittsgeld von 100 Franken pro Person absolut wert (ernsthaft! glauben wir zumindest) und dass André den Killerwal Shamu aus nächster Nähe beobachten durfte, machte ihn so glücklich, dass er mich seither nicht mal mehr nervt. Die Abkühlung auf der Baumstamm-Deluxe-Bahn (Baumstamm, Europapark, know what I mean?) war dann das Highlight des Tages und völlig durchnässt (beide von uns) und mit defektem Mobiltelefon (einer von uns und sicher nicht mein IPhone) machte man sich auf den Weg zurück. Der Abend wurde auf einer 36-Loch-Minigolf-Bahn verbracht.
Da wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, dass wir schlussendlich einen Tag länger in Orlando bleiben werden, gab es schwierige Diskussionen, welcher Park am nächsten Tag besucht werden sollte. Zur Auswahl standen Walt Disney World und die Universal Studios. Dazu sollte man wissen, dass Walt Disney World aus vier verschiedenen Themenparks besteht, deren Besuch jeweils einen Tag in Anspruch nehmen. Als wir uns nicht entscheiden konnten, wurde um Mitternacht P.S. aus L. (Name der Redaktion bekannt) angesimst (nettes Wort), welcher letztes Jahr drei Wochen in Florida verbracht und ziemlich viele dieser Parks besucht hat. Die Bitte bestand darin, uns zu sagen, welchen Park wir nebst dem SeaWorld noch besuchen sollten. Die Antwort, welche wir am nächsten Tag auf dem Display lasen, war höchst zufriedenstellend. Entweder Universal Studios oder einen der Disney-World-Parks. Danke. Soweit waren wir auch schon. Wir fragten natürlich nach Präzisierung und als keine Antwort kam entschieden wir uns für den EPCOT-Park im Walt Disney World. Als wir soeben den Eintritt bezahlt hatten (wiederum 100 Franken pro Person) folgte dann noch die Antwort des besagten P.S.: Ausser dem EPCOT-Park haben ihm alle besuchten Parks sehr gut gefallen. Na toll. Dieser Park war dann auch ein wenig eine Enttäuschung, respektive war das Ganze wohl doch eher für wirkliche Kinder gedacht, nicht für Erwachsene, welche sich gerne wie Kinder benehmen. Dass es knapp 35 Grad heiss war, machte den Besuch nicht unbedingt erträglicher und so hatte man den Park schneller als geplant besichtigt. Bei der Grösse des Parks heisst das, dass man „nur“ sechs Stunden benötigte. So blieb immerhin noch genügend Zeit, um das Abendprogramm des vorherigen Tages zu wiederholen. Anderer Kurs, gleiche Anzahl Bahnen, selber Sieger, Fragen?
Der letzte Tag war dann DER Adventure-Tag. Unser Ziel waren die Universal Filmstudios, auf deren Gelände sich gleich zwei verschiedene Vergnügungsparks befinden. Da wir auf den Geschmack gekommen waren, besuchten wir gleich beide Parks und wir wurden nicht enttäuscht, trafen wir doch sogar Homer und Bart Simpson (die echten!) und den Terminator, konnten als Men In Black Aliens abknallen und eine Reise mit dem unglaublichen Hulk und den duellierenden Drachen unternehmen. Ach, war das schön. Als die Parks neun Stunden nach unserer Ankunft schlossen, wären wir gerne noch ein, zwei Stündchen länger geblieben. Dies war natürlich nicht möglich und so ging es zurück ins Hotel zum packen.
Das weitere Programm wurde ganz spontan entschieden und so geht es von Orlando aus los an die Golfküste. Der Vorteil an dieser Seite von Florida ist sicherlich, dass man sich nicht mehr einölen muss; einmal ins Wasser und gut ist.
isch es de patrick schär gsi???
oder de patrik walker?
Man bekommt für das Geld wenigstens eine anständige Parkgrösse, ganz im Gegensatz zur Gold Coast.
Hallo Geburtstagskind
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.
Weiterhin toi-toi-toi.
Prost and HAPPY BIRTHDAY!!!
Liebe Grüsse aus Giswil
Erica & Kids