Impressions from NZ

19 01 2010

Erste Impressionen aus Neuseeland:

Fast schon ein Tiger Woods...

Emerald Lakes - Tongariro Alpine Crossing

 

Der Berg ganz rechts wurde überquert - Tongariro Alpine Crossing

Schild in Wellington - wie passend

Split Apple Rock - Abel Tasman National Park

Torrent Bay - Abel Tasman National Park

eine lustige Reisetruppe, die wir unterwegs kennengelernt haben.

 

Wharariki Beach



Die Niederlaender-Trilogie

18 01 2010

Neuseeland – Das „Herr-der-Ringe“-Land. Da ich mir nie die Zeit nahm, diese Trilogie anzuschauen, kenne ich all diese bekannten Orte, von welchen wir inzwischen schon den ein oder anderen besichtigt haben, leider nicht aus dem Fernsehen. Nix mit Herr-der-Ringe-Trilogie, dafuer standen die letzten Tage ganz im Zeichen der Niederlaender-Trilogie. Angefangen hat alles an diesem fruehen Donnerstag Morgen (Tagwache 5 Uhr), an einem Tag also, welcher gemaess Voraussagen den ganzen Tag nichts als Regen bringen sollte. Ausgerechnet an diesem Tag jedoch stand unser Highlight der neuseelaendischen Nordinsel auf dem Programm, der Tongariro Alpine Crossing. Diese Wanderung durch vulkanisches Gebirge, begleitet von wunderbaren Bergseen fand schlussendlich bei wunderschoenem Wetter statt und trotz Hoehen von knapp 2000 Meter ueber Meer, waren auch die kurzen Hosen kein Problem. Dank Abmarsch morgens um 7 Uhr, war dieser Wandertag bereits um 14 Uhr wieder beendet und eigentlich haette man sich am „Ziel“ wunderschoen ausruhen koennen, waere da nicht eine niederlaendische Reisegruppe gewesen, welche mir sozusagen mein Bett klaute. Teil 1.

Nachdem also der Donnerstag gaenzlich in der freien Natur verbracht wurde, stand am Freitag eine lange Etappe mit dem Auto auf dem Programm. Das Ziel der Reise hiess Wellington, die letzte Station auf der Nordinsel. Dort angekommen erwartete uns nun die Rache des maorischen Wettergottes. Das geplante Fussballspiel – die Mannschaft Wellingtons spielt in der hoechsten australischen Liga mit – konnte zwar noch besucht werden, doch der anschliessend geplante Ausgang fiel buchstaeblich ins Wasser. Ein solches Sommergewitter mit gleichzeitigem Sturm habe ich selbst in der Schweiz noch nie erlebt und Temperaturen von 13 Grad (also 30 Grad kaelter als noch 1 Woche zuvor) sind auch nicht wirklich sommerlich. Da dachten wir nur allzuoft an die Worte von Rudi Carrell sel.: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Teil 2. Doch bis zu unserer Abreise am Sonntag aenderte sich nichts. So verkam der Samstag zum Musems-Tag, was nicht weiter schlimm war, da sich das mit Abstand groesste und auch interessanteste Musem Neuseelands in Wellington befindet. Freier Eintritt, geschuetzt vom Regen, vieles ueber die neuseelaendische Geschichte erfahren und Filme schauen, was will man eigentlich mehr?

Die Ueberfahrt auf die Suedinsel (3 Stunden Fahrt mit der Faehre) war fuer Sonntag angesetzt. Aufgrund der Wetterturbulenzen hatte das Schiff einerseits 2 Stunden Verspaetung, andererseits war die Ueberfahrt – zumindest der erste Teil – weit weniger gemuetlich als erhofft. Irgendwie schafften wir es aber auf die andere Seite, wo wir unseren „neuen“ Wagen entgegennahmen. Nix mehr 4’000 km. Nix mehr November 2009. „Neues“ Auto nennt sich Toyota Platz, hat umso weniger von dem, ist ziemlich alt und die 150’000 km merkt man ihm gut an. Die erste Etappe fuehrte uns nach Motueka, einem Staedtchen im Nordwesten der Suedinsel. Von hier aus wurde heute Montag ein Ausflug in den Abel Tasman National Park (benannt nach dem niederlaendischen Entdecker Abel Janszoon Tasman. Teil 3.) unternommen. Ein absoluter Knaller und ein weiteres Highlight der Reise.

Falls alles planmaessig verlaueft fahren wir morgen noch weiter Richtung Nordwesten (Farewell Spit), bevor es dann Richtung Sueden geht, wo die Gletscher der neuseelaendischen Alpen auf dem Programm stehen. Ich probiere die Interessierten auf dem Laufenden zu halten, auch wenn Internetverbindungen teilweise Mangelware sind und die Zeit in Neuseeland (in 12 Tagen gehts bereits zurueck nach Australien) knapp ist.



This is New Zealand!

13 01 2010

Nach unserem Kurzaufenthalt in Auckland sind wir am Montag mit unserem Mietauto (Mazda 3, eingeloest November 2009, 4000 Kilometer) losgefahren, um die Nordinsel zu erkunden. Den ersten Abend verbrachten wir in Whitianga, einem verschlafenen Kaff direkt am Meer, welches ploetzlich doch nicht mehr so verschlafen war als die norwegische Reisegruppe um Tina und Tonja das Zepter uebernahm. Trinkspiele norwegischer Art sind lustig, auch als Zuschauer (*huestel*). Dienstags ging es um 10 (ja, viel zu frueh) los Richtung Rotorua. Den ersten Zwischenhalt gab es am wunderschoenen Beach in Hahei. Ein Ort, dessen Einwohnerzahl sich im Sommer verfuenfundzwanzigfacht, kann ja nichts anderes als schoen sein. In Rotorua angekommen wunderten wir uns ab unserem zweistoeckigen Appartement, inkl. eigenem Whirlpool im Garten. Und schon bereute man es, dass man nur eine Nacht bleiben DURFTE. Doch die Zeit ist knapp, das Programm gedraengt.

Mittwoch Morgen war dann endlich mal Kultur angesagt. Suedlich von Rotorua gings in einen Park, in dem man einerseits ein maorisches Dorf besichtigen konnte und andererseits aktive Geysire und andere Naturschauspiele zu bewundern sind. Wunderbar. Geysire gesehen, Island abgehakt. Danach gings weiter Richtung Taupo, zum groessten See Neuseelands. Die „Mutigen“ unter uns gingen Skydiven, zwei andere spielten waehrenddessen eine Partie Golf. Zu welchen ich gehoere verrate ich nicht, nur soviel => ich habe verloren, obwohl ich bis zum letzten Loch noch fuehrte. Tja, so kanns gehen. Nicht jeder ist ein Tiger „Jonas“ Woods.

Aktuell sind wir in Turangi, unserem Ausgangsort fuer den morgigen Tag. Und der wird es in sich haben. Tagwache um 5 Uhr (sind ja schliesslich keine Ferien hier), um den Tongariro Alpine Crossing, eine ca. 7-8stuendige Wanderung durch die neuseelaendische Bergwelt, welche atemberaubende Aussichten bieten soll, zu machen. Wir hoffen auf den Wettergott.



This is New Zealand?

10 01 2010

Auckland – mit über 1.3 Millionen Einwohnern die mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt Neuseelands – sollte unser erster Eindruck von dem Land werden, welches wir die nächsten drei Wochen bereisen werden. Dass wir nicht mehr in Australien sind, hat man aber noch nicht bemerkt, mit der Ausnahme, dass der Burger King hier wieder Burger King heisst. 

Unsere Reise nach Neuseeland begann vor 4 Tagen im 5345 km entfernten Perth, wo wir morgens den Zug in Richtung Sydney bestiegen. Da wir im Vorfeld nicht nur positive Kommentare über dieses Erlebnis hörten, stiegen wir mit gemischten Gefühlen ein, sollte die Reise doch fast 68 Stunden dauern. Diese 68 Stunden vergingen jedoch wie im Zuge (haha!), was vielleicht daran liegen mag, dass ca. 1/3 der Zeit mit Jassen verbracht wurde. Natürlich genoss man auch die Aussicht und die sensationellen Sonnenauf- und untergänge. Insgesamt gab es 4 kurze Zwischenstopps von je ca. 2 Stunden. Aufgrund der Temperaturen bis fast 45 Grad waren wir jedoch meist wieder froh, wenn wir zurück im Zug waren.

Nach 40 Stunden war mit Adelaide das erste grosse Zwischenziel erreicht und die Mehrheit der Passagiere stieg aus. Nicht so wir. Wir genossen auch noch den restlichen Teil der Fahrt und in Sydney angekommen, kam es einem vor, wie wenn man soeben erst auf der anderen Seite in Australien losgefahren wäre. Auch wenn das Schlafen ab und zu kurz kam (ob es an der günstigen Bar oder den weniger günstigen Sesseln lieg, sei mal dahingestellt), würde ich niemandem von dieser Reise abraten. Für mich ein absolutes grossartiges Erlebnis. Wenn auch fast zu kurz. Die Transsibirische kann kommen. 🙂

Nach der Ankunft in Sydney hatten wir noch knapp 9 Stunden Zeit bis unser Flug nach Auckland losfliegen sollte. So wurden noch paar organisatorische Dinge erledigt und ca. 5 Stunden vor unserem Flug befanden wir uns bereits am Flughafen. Da dachte noch keiner daran, dass wir fast unseren Flug verpassen würden… 4 Stunden später stehen wir immer noch in der übermässig langen Schlange vor dem Check-In Schalter, welcher für unseren Geschmack ziemlich spät öffnete. Knapp 1 Stunde vor Abflug können wir dann jedoch einchecken, oder meinen es zumindest. Probleme mit unseren Visa, ein in Australien unbekanntes „ü“ im Namen eines Mitreisenden sowie die Unfähigkeit einer der Angestellten liess deren Kollegen zur Annahme „They’ll miss their flight“ verleiten. Check-In dauerte mehr als 20 Minuten und schlussendlich waren wir die absolut letzten welche für unseren Flug eincheckten. Ca. eine halbe Stunde vor Flug können wir uns ins 25 Minuten entfernte Gate aufmachen. Boarding hat bereits begonnen und wir hatten noch die Pass- sowie die Sicherheitskontrolle vor uns. Gute Aussichten. Schlussendlich reichte es doch noch, irgendwann zahlt sich das harte 5.-Liga-Training halt doch noch aus. Wenn nicht auf dem Fussballplatz, dann zumindest im Flughafen.

Nun sind wir also in Auckland, in der Stadt die irgendwie genau so australisch aussieht wie alle australischen Städte (ja, ein lyrisches Meisterwerk dieser Satz). Hier nächtigen wir allerdings nur zweimal, bevor wir mit dem Mietwagen zur Erkundung der Nordinsel Neuseelands starten. Gemäss Insidern soll es da einiges zu sehen geben und unsere Zeit ist ziemlich, ziemlich knapp bemessen. Vielleicht reicht es trotzdem noch für den einen oder anderen Eintrag im Blog.



2010 – wir sind angekommen.

5 01 2010

Willkommen im Jahre 2010. Nach unserem Kurztrip durch Western Australia sind wir in Perth sehr gut ins neue Jahr gerutscht und haben dabei bemerkt, dass es hier frueher hell wird als zuhause. Frechheit. Nachdem der 01.01. wie ueblich mit Regeneration verbracht wurde, stand am folgenden Tag ein Ausflug nach Rottnest Island, eine Insel im Indischen Ozean, ca. 40 Faehrminuten von Perth entfernt, auf dem Programm. Die Insel war ziemlich nett und hatte immerhin schoene Straende zu bieten, was bei Temperaturen von ueber 35 Grad doch ganz angenehm war. Wer allerdings all die laestigen Fliegen, von welchen es zu Tausenden wimmelte, zu unserem Trip eingeladen hat, konnte mir bis heute niemand sagen. Ab diesem Tag hat sich unsere Reisegruppe auch von drei auf vier Personen vergroessert, da Steve aus Z!rue (ja, er funktioniert halt nur halb so gut ohne Umlaute) zu uns stiess.

Den dritten Tag des neuen Jahres verbrachten wir am Strand vom Perth, dem Cottesloe Beach. Wie wir bald mal bemerkten, waren wir an diesem Tage (Sonntag) nicht die einzigen mit dieser Idee und da wir mit unserer Ankunftszeit nachmittags um 3 auch nicht unbedingt zu den ersten am Strand gehoerten, waren die Schattenplaetze bereits ausgebucht. Zum Erstaunen aller blieb das Sonnenbrand-Gekloene nach dem Strandbesuch allerdings aus. Nachdem wir nun total 6 Naechte in Perth verbracht hatten, ging es weiter nach Banksia Grove, einem Vorort ca. 30 Kilometer noerdlich von Perth. Dort wohnen wir nun mit Mirjam zusammen bei ihren Bekannten, welche momentan in den Ferien weilen und uns grosszuegigerweise das ganze Haus, inkl. Swimming-Pool, Billardtisch und vielen weiteren Annehmlichkeiten zur Verfuegung stellen.

Eigentlich schade, dass wir bereits nach zwei Naechten Abschied nehmen muessen von diesem Haus (und von Mirjamslae natuerlich). Morgen werden wir dann naemlich zurueck nach Sydney reisen. Dieses Mal allerdings nicht mit dem Flugzeug sondern ganz oldschool mit dem Zug. Dass die Fahrt 68 Stunden dauern wird, macht das Ganze doch ziemlich interessant. Nach unserer Ankunft am Samstag geht es dann sogleich weiter nach Auckland in Neuseeland; diese Strecke wird aufgrund fehlender Geleise dann aber doch mit dem Flugzeug zurueckgelegt.

PS: Schoene Fotos wurde inzwischen zuhauf gemacht, aber aufgrund mangelhafter Internetverbindungen ist ein Uploaden leider momentan unmoeglich. Tja, vertroest ich halt mal wieder auf spaeter.



2009 ade – 2010 juhee

31 12 2009

Nach 5 Tagen on the road in Suedwestaustralien sind wir fuer die letzten Stunden des Jahres 2009 wieder in Perth angekommen. Die Reise mit unserem Mietwagen fuehrte uns an ein paar schoene Straende und auch Wanderungen hoch hinaus wurden in Angriff genommen. Nur das Wetter wollte nicht immer recht mitspielen und war es im Norden und Westen von Westaustralien bis zu 45 Grad warm, froren wir fast bei 20-25 Grad. 😉 Da aber am Wochenende bereits wieder 35-40 Grad angesagt sind, haben wir die Sonnencreme noch nicht weggeworfen und freuen uns auf die naechsten 4 Tage hier in Perth, wo wir uns sicher auch das eine oder andere Mal an den Strand legen werden. Cottesloe Beach soll ganz angenehm sein, v.a. am Sonntag…

Da wir in 6 Stunden bereits den Jahreswechsel feiern (7 Stunden vor der Schweiz), gehen wir jetzt mal schauen, was James Boag uns zum Abschluss des alten Jahres bereit haelt. Allen (mit Ausnahme des Loppers) einen guten Rutsch ins 2010.



Weihnachten im Sommer

27 12 2009

Nachdem wir in Manly ein sensationelles selbstgemachtes Heiligabend-Mahl genossen (Bilder folgen hoffentlich bald), hiess es fuer Paeddy und mich am 25. Dezember bereits wieder Abschied nehmen von Sydney. Es folgte ein fuenfstuendiger Flug quer durchs ganze Land bis nach Perth, wo wir Kiwi-Jo, welcher direkt aus Zuerich eingeflogen kam, gebuehrend empfangen haben. Gestern war ein bisschen schlendern in den Strassen Perths angesagt, wo man genuesslich das Treiben in den Stores (26. Dezember – DER grosse Jahresendausverkauf) beobachten konnte – und das ganze bei 35 Grad. Nach zwei Naechten hier in Perth mieten wir uns nun zu dritt ein Auto, um ein bisschen der Kueste entlang zu fahren. Da fuer heute und morgen Temperaturen von 38 -40 Grad vorausgesagt werden, hoffen wir doch den einen oder anderen schoenen Strand zu finden fuer eine gelegentliche Abkuehlung. Puenktlich zu Silvester werden dir dann wieder fuer einige Naechte nach Perth zurueckkehren, um das Jahr 2010 ja nicht zu verpassen.



Weihnachtsgeschenk

23 12 2009

Nach knapp 2 Wochen bin ich nun wieder nach Australien zurückgekehrt, wo ich die nächsten Tage bei Päddys Gastfamilie in Manly (Sydney) verbringen werde. Danach gehts weiter nach Perth an der Westküste, wo wir mit Kiwi-Jo ein weiteres Mitglied unserer Reisegruppe begrüssen dürfen.

Als kleines Weihnachtsgeschenk gibt’s endlich paar Fotos von den Fidschi-Inseln, von Tuvalu und von Vanuatu, damit ihr auch was zu tun habt, währenddem wir uns im Pool eine Abkühlung gönnen. In diesem Sinne wünsche ich allen schöne Weihnachten.



Éfaté

21 12 2009

Genau diesen klangvollen Namen besitzt die Insel, auf welcher ich mich seit Samstag befinde. Éfaté ist die Hauptinsel des Inselstaats Vanuatu. Dieser befindet sich zwischen den Fidschi-Inseln und Australien und besteht aus 83 Inseln auf welchen insgesamt ca. 200’000 Einwohner leben. Auch Vanuatu ist ein sogenanntes Viert-Welt-Land (die Analphabetismus-Rate beträgt fast 30%!), doch im Gegensatz zu Tuvalu ist hier, zumindest in der Hauptstadt Port Vila, Tourismus kein Fremdwort. Gemäss einer Studie britischer Forscher leben in Vanuatu ausserdem die glücklichsten Menschen weltweit; was erwartet man anderes von einer Nation,  deren Nationalhymne den Titel „Yumi, yumi, yumi“ trägt? Zudem hält Vanuatu den absoluten Rekord an Sprachvielfältigkeit. Die 200’000 Bewohner vereinen tatsächlich über 100 Sprachen auf sich. Also 1 Sprache pro knapp 2000 Bewohner. Absoluter Weltrekord.

Gestern Sonntag, einer dieser Tage, an denen ich bereits um 6 Uhr wieder hellwach war, entschloss ich mich dazu, die Insel in einem Mietauto zu umrunden. Éfaté ist in etwa doppelt so gross wie der Kanton Obwalden und die einzige Strasse, welche es ausserhalb der Hauptstadt Port Vila, wo ca. 80-90% der Bewohner Éfatés (45’000) leben,  gibt, führt in ca. 140 Kilometern rund um die Insel. Da ich alleine unterwegs war, wollte ich mir den kleinstmöglichen Wagen mieten, aber man machte mir klar, dass das Umrunden der Insel nur mit einem Jeep möglich sei. So bekam ich ein ziemliches Monster, aber da die Franzosen während der Französisch-Britischen Kolonialzeit den Ton auf den damaligen „Neuen Hebriden“ angaben, hat sich immerhin der Rechtsverkehr durchgesetzt (und die Französische Küche – yumi, yumi, yumi). So war kein Linksschalten nötig und ich sollte keine Probleme haben.

Kaum bei der Ausfahrt begannen die Probleme jedoch trotzdem. Als ich gleich nach dem Anfahren, in einer extremen Steigung, vom 1. in den 2. Gang schalten wollte, hatte ich bereits den Schaltknüppel in meiner Hand und anstatt den 2. Gang hatte ich den Leerlauf drin. Naja. Was die von der Vermietung sich wohl dabei gedacht haben, als sie sahen, wie ich davonfuhr? Auf jeden Fall tuckerte ich eine Weile im 1. Gang dahin, währenddem ich den Schaltknüppel wieder am richtigen Ort festmachte und der 2. Gang konnte während des ganzen Tages nie eingelegt werden. Nachdem ich erstmals den 3. Gang drin hatte, sollte dies das letzte Mal sein, dass ich die Gangschaltung betätigt habe. Der Schaltknüppel wurde beiseite gelegt und fortan wurde im 3. Gang gefahren. Immer. Auch beim Anfahren. Jawoll. 3. Gang war meiner. Dies war ziemlich lustig, insofern dass es ein paar Mal extreme Steigungen gab und ich unten auf Hochtouren beschleunigen musste, damit ich oben auf der Spitze noch genug Saft hatte. Viel zu sehen gab es ausserhalb der Hauptstadt nicht, das Abenteuer begann nach den ersten 60 Kilometern, auf denen die Strasse noch asphaltiert war (damit wurde erst dieses Jahr begonnen, wie ich später erfuhr). Nachher war fertig lustig. Ich fuhr auf der schlimmsten Strasse, welche ich je befahren hatte. Das Ziel bestand nicht darin, den Schlaglöchern auszuweichen, sondern lediglich darin, das kleinste aller Löcher zu treffen. Fortan bewegte ich mich mit einer Geschwindigkeit von 5-20 km/h (no Joke) fort und während ich die ersten 60 km in einer Stunde geschafft hatte, benötigte ich für die nächsten 40 km ca. 2 1/2 Stunden. Jetzt wusste ich wenigstens, für was ich diesen Jeep brauchte. Alsdann wurde es leicht besser und ich dankte dafür, war das Gerüttel doch nicht sehr angenehm. Mein Monsterjeep überstand das Ganze unbeschadet. Zu sehen gab es wie gesagt nicht viel, ausser ein paar lebensgefährlichen Strassenpassagen, so steil wie es sie in der Schweiz wohl nirgends gibt, und ein paar kleinen Dörfern. Und immer wieder Leute, die einem freundlichst zuwinkten, wenn man gerade vorbeiholperte. Die glücklichsten Menschen der Welt eben. Die 140 Kilometer hatte ich ziemlich schnell hinter mir, oftmals ausgestiegen bin ich dabei nicht, man muss aber auch sagen, dass es geregnet hat.

Heute war dann Shopping angesagt, paar Souvenirs und so. Dies artete soweit aus, dass ich morgen nicht mit 1 Rucksack und 1 Laptoptasche nach Australien reisen werde, sondern mit 2 Rucksäcken und 1 Laptoptasche. Ey, das Zeugs war wirklich günstig.

So wusste ich meine Tage in Vanuatu wenigstens sinnvoll zu nutzen. Morgen fliege ich nach Sydney, wo ich Päddy wieder treffen werde. Ich denke damit dürfte der kulturelle Teil meiner ersten Reise vorbei sein. Ok, wenn im Zoo eingesperrte Tiere als Kultur zählen, revidiere ich meine Aussage.



Fidschi-Inseln

17 12 2009

Fazit, frei nach meinem Schoenheits-Idol Peach Weber: sun, fun and nothing to do.

Anmerkungen:

a) Der Strom ist heute, am 5. Tag (!), zurueckgekehrt.

b) Waere ich in Victoria gewesen, haette wennschon das Bitter geschmeckt. Minuspunkt there.