Vom Pokerface zum Paparazzo
17 03 2010Nach der Zwischen-Übernachtung in Barstow ging die Fahrt am nächsten Morgen weiter durch die Mojave-Wüste in Richtung Nevada. Das Ziel hiess natürlich Las Vegas. Im Hotel eingecheckt (Zimmer Nr. 31191, wo gibt’s das sonst?) probierte ich sogleich im Hotelcasino mein Glück. Nach wenigen Minuten explodierte der Kasten vor mir fast und jackpotmässig hatte ich soeben über $200 gewonnen. Aufgrund des Gewinnes konnte ich es mir dann auch leisten, für $60 an einem Pokerturnier teilzunehmen. Überraschenderweise erreichte ich den zweiten Platz unter den 10 Teilnehmern, was mir einen weiteren Gewinn im dreistelligen Bereich einbrachte. Somit verliess ich Las Vegas am nächsten Tag, völlig unerwartet, als Gewinner.
Nach dem lohnenden Abstecher ging es zurück nach Kalifornien. Mein nächstes Ziel war Los Angeles. Das Hotel wurde in Hollywood bezogen, schliesslich wollte man nahe bei den Stars und Sternchen sein (ehrlicher Grund: Die Strassen nach Downtown waren völlig verstopft). Am Abend noch schnell den Walk of Fame gecheckt (nein, nicht die ganzen 5.5 Kilometer), um festzustellen, dass man mindestens 2/3 der Namen nicht kennt. Aber hey, Mickey Mouse und Donald Duck waren mir immerhin ein Begriff.
Am folgenden Tag kam dann mein peinliches Ich zum Vorschein und ich wandelte mich für einen halben Tag zu einem Art Pressefotografen (die machen auch nur ihren Job). Ausgestattet mit einem Adressverzeichnis der Stars, machte ich mich auf in Richtung Beverly Hills, dem Ort, wo die meisten Promis im Raum Los Angeles ihren Wohnsitz haben. Irgendwie doch noch interessant zu sehen, wie und in welcher Umgebung die Damen und Herren Aguilera, Aniston, Beckham, Cruise, Jackson, John, Lohan, Lopez, Sampras, Stallone, Stone, West (und so weiter) wohnen/gewohnt haben.
Auch Downtown Los Angeles wurde ein Besuch abgestattet, wobei diese Stadt meiner Ansicht nach bei weitem nicht so interessant ist wie San Francisco. So entschied ich mich, für den Rest meines Aufenthaltes in Hollywood zu bleiben, wo es doch einiges gemütlicher war, auch wenn die ganze Umgebung schon sehr touristisch anmutet.
Gestern (Montag) wurde dann an den Stränden rund um L.A. bei Temperaturen von 25 Grad und mehr die Beachsaison eröffnet. So verbrachte ich einige Stunden am Strand in Malibu und war doch ein bisschen enttäuscht, dass die Baywatch-Leute nicht am arbeiten waren. Alles nur Fake. Tss. Aus Trotz ging ich halt nicht baden.
Am Abend ging es dann weiter Richtung San Diego, wo am Mittwoch Morgen mein Flug nach Hause starten wird. Aufgrund einiger Zwischenstopps an verschiedenen Beaches von denen es hier wie Sand am Meer gibt (höhö), kam ich aber nur bis nach Huntington Beach, einem traumhaften Ferienort, ca. 80 Kilometer südlich von Los Angeles. Breite Sandstrände, schöne Wohnlagen. Doch, hier liesse es sich wohl gut leben. Für mich blieb leider nur eine Nacht in der Stadt, die sich selber „Surf City USA“ nennt und oftmals auch als „Surfing Capital of the World“ beschrieben wird. So schade, dass ich mein Brett nicht dabei hatte. So wurde nichts mit Surfen und ich musste mir für meinen letzten Tag eine alternative Beschäftigung suchen. Genau: Wo Surfer sind, sind die Surfshops nicht weit. Es war ein Paradies. Dies führt dazu, dass ich, wieder einmal, mit einem zusätzlichen Gepäckstück heimreisen werde (und das nachdem ich bis zum letzten Tag allen Versuchungen widerstehen konnte – damn!).
Nach dem morgendlichen Shopping-Plausch wurden dann noch die letzten 150 Küstenkilometer bis nach San Diego zurückgelegt, wo ich die letzte Nacht verbringen werde. Morgen früh geht es via Chicago und London nach Zürich. Geplante Ankunft: Donnerstag Nachmittag.
Irgendwie schade, dass ich Kalifornien genau jetzt, wo es so schön sommerlich wird, verlassen muss. Aber es gibt ja noch andere Orte auf der Welt, wo es momentan warm (sagen wir so um die 31 Grad aktuell) ist. Und das im Herbst…
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