airMAX und Weihnachtsessen
5 12 2009
Nach ziemlich langem Warten am Frankfurter Flughafen konnte ich meinen 13kg-Rucksack endlich einchecken und mich Richtung Gate aufmachen. Dass ich dann schon zum ersten Mal daran erinnert werde, wie meine Schuhwahl heute Morgen ausgefallen war (zur Auswahl standen Oldschool-Adidas-Treter oder meine Lieblings-Nike-airMax), hatte ich so nicht gedacht. Nachdem ich dem netten Herrn bei der Sicherheitskontrolle dreimal versichert hatte, dass meine pockets empty sind – mit mir könnte man auch deutsch sprechen – schritt ich durch das Tor, welches einen klaren Piepston von sich gab. Ich durfte also zur Einzelkontrolle. Jedes Mal wenn der Herr mit seinem Gerät sich meinen Schuhen näherte, gab dieses Gerät einen Ton von sich als hätte ich Kim Jong Ils und Ahmadinedschads Geheimarsenal geplündert und in meinen Schuhen versteckt. Schuhe ausziehen und durch den Scanner damit. Nix verdächtiges. Dann folgte das, was man eigentlich fotografisch hätte festhalten müssen. Meine Schuhe wurden vom Sicherheitszuständigen zusammen mit drei schwerbewaffneten Männern in einem Behälter abgeführt. Ich durfte warten. Nach ca. 10 Minuten machte ich mich dann mal bemerkbar, denn schliesslich waren alle meine anderen Sachen wie Cam, Laptop, Portemonnaie irgendwo, aber nicht bei mir. Die Gelegenheit für Diebe wäre günstig gewesen. Mir wurde gesagt, meine Schuhe seien noch bei den Sprengstoffspezialisten und ich bekäme sie sicher bald wieder. Wenig später kehrte der Mann dann auch zurück, mit dem Hinweis, er an meiner Stelle würde beim nächsten Flug andere Schuhe anziehen, denn die haben bestimmte Gase in den Luftpolstern, welche an jedem Flughafen angezeigt werden. Aha, interessant. Hab ich andere Schuhe bei mir? Nö. „Dann fliegen sie halt in Badelatschen!“ Hallo? Ist der Herr auch schon mal in einem arschkalten Flugzeug gesessen? Egal, wird mir schon was einfallen. Hauptsache bald im Flugzeug.
Wäre ich nicht in den Ferien, hätte genau zu dieser Zeit das Weihnachtsessen meines Arbeitgebers stattgefunden. So sass ich im Flugzeug, ebenfalls ein bisschen hungrig. Was ich dann serviert bekam, konnte sich aber als mein ganz persönliches Weihnachtsessen sehen lassen. Zur Vorspeise gabe es einen Blattsalat mit Italian Dressing, dann Beefsteak Western Style mit Pommes Noisettes, Karotten und Bohnen, einen gemischten Salat mit Pasta, Salami und Essiggurken (Kombination gefällt) und zum Abschluss ein Beerentörtchen und Kaffee. Danach hiess es schlafen, ich hoffte, dass es ca. 6 Stunden geben würde. Schlussendlich waren es 4 Stunden. Bald darauf folgte auch schon die Landung in Incheon. Immigration, Customs, alles ganz fix und so sitze ich eine halbe Stunde nach der Landung schon im Bus Richtung Seoul City.
Nebenbei sei noch bemerkt, dass mein Mobile Phone wie befürchtet hier in Südkorea nicht funktioniert.
Und jetzt mal ab die Stadt erkunden…
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